Bericht aus China

Nachdem die Ferien zu Ende sind macht sich Team hoppuS wieder an die Arbeit. Vorher wollen wir jedoch ein Wenig aus China berichten.

Zuerst galt es die Anreise zu bewältigen. Am 12. Juli sind wir in Hamburg losgeflogen und mit einmal umsteigen in Helsinki nach 13 Stunden am Sonntag in Shanghai angekommen. Die Weiterfahrt nach Suzhou war jedoch komplizierter als erwartet, da der Mietwagen den wir bestellt hatten nicht zu bekommen war. Nach 2 Stunden hin und her sind wir dann jedoch mit dem Shuttle-Service des RoboCups nach Suzhou gekommen.

Nach mehr oder weniger komplizierten Anmeldungen im Hotel vor Ort sind wir in die Stadt gestartet und haben dort gegessen.

Nach einem langen Tag und vielen Gesprächen zum Verlauf der folgenden Tage sind wir spät schlafen gegangen.

Am Montag dann sind wir nach einem interessanten Frühstück mit einem frühen Bus zur Expo Halle des RoboCups gefahren. Dort mussten wir uns unzählige Male in verschiedene Teilnehmerlisten eintragen und durften danach endlich in die Halle. Nach einigem hin und her und einigen Kommunikationsproblemen mit der Organisation sind wir essen gegangen und haben uns die neuen Bahnen angesehen. Da der eigentliche Wettbewerb aber erst am Dienstag gestartet ist, konnten wir nicht wirklich irgendwas machen und sind nach einem ausgiebigen Essen und einer kurzen Erkundung der Halle wieder zum Hotel gefahren.

Am Dienstag dann startete endlich der Wettbewerb und wir sind voller Vorfreude früh zur Halle gefahren.

Dort angekommen haben wir Kekse und Cola gefrühstückt und uns auf die Bahnen gestürzt. Im Laufe des Tages sind auch die anderen deutschen Teams eingetrudelt und so hatten wir endlich deutschsprachige Teilnehmer zum Reden. Nach viel Getüftel und langem Überlegen hatten wir endlich unseren ersten langersehnten Lauf, der auch gut von Statten ging. Vor dem zweiten Lauf haben wir dann auch noch die letzten Komplikationen aus dem Weg geschafft und haben prompt unseren 100% Lauf gemacht.

Natürlich haben wir unsere Zeit nicht mit Jubeln verschwendet, sondern uns auf die letzten Feinheiten konzentriert, da die Bahn zum nächsten Tag natürlich umgeklebt werden sollte. Abends sind wir spät wieder zurück zum Hotel gefahren und haben dort auf einem unserer Zimmer noch lange über den bisherigen Wettbewerb geredet…

Mittwochs sind wir besonders früh aufgestanden, da unsere Läufe vormittags stattfanden und es noch viel zu tun gab. Nach einem kurzen Frühstück und vielen tiefgründigen Gesprächen und Planungen sind wir wieder voll durchgestartet und haben den kleinen hoppuS laufen lassen. Es gab jedoch wieder mehr Probleme, da die Hindernisse anders standen, und die Läufe an diesem Tag waren nich so zufriedenstellend, aber wir haben natürlich nicht aufegegeben.

Am Nachmittag sind die Mädels nochmal in die Innenstadt gefahren um ein paar Andenken zu kaufen und Fotos zu machen. Die Jungs beschäftigten sich den Abend mit solch spannenden Dingen wie dem Bau eines Lautsprechers aus einer Motorspule um einfach abschalten zu können.

Abends haben wir uns dann wieder in einem der Zimmer getroffen und eine Teambesprechung abgehalten.

Am Donnerstag konnten wir wieder etwas länger schlafen da unsere Läufe wieder nachmittags waren. Nach viel Üben und ‘Rumtüfteln’ liefen die Läufe zufriedenstellend ab für uns. Zwischendurch haben wir uns immer alle unterhalten und Ideen ausgetauscht, da wir gemerkt haben, dass wir dies in den vorherigen Tagen ein wenig vernachlässigt haben und damit einige gute Ideen verpasst haben.

Am Abend, während wir noch immer in der Halle waren um alles mögliche zu erledigen, kam eine Taifun-Warnung….das hieß für uns, dass wir so schnell wie möglich die Halle verlassen mussten. Nur ungerne ( da wir inmitten einer unserer kreativen Phasen waren) haben wir das dann auch getan und sind zurück zum Hotel gefahren.

Freitag waren wir alle voller Anspannung, da es der letzte Tag vor dem Finale war. Nach vielen Stunden des Übens und zwei weiteren guten Läufen hieß es warten. Die Ergebnisse mussten ausgezählt und die Plätze aufgestellt werden. Für uns war das eine wahnsinnig nervenaufreibende und anstrengende Zeit, aber nach langem Bangen und Zittern war es dann raus: Platz 6!!!! Das hieß, wir sind dabei, denn die ersten 12 Plätze waren im Finale vertreten.

Zum Jubeln haben wir aber auch diesmal keine Zeit gehabt, da es die letzten Probleme zu beheben gab. Zum Beispiel die Schwierigkeiten in der oberen Ebene, der ‘Red Zone’. Dort befanden sich viele kleine Zahnstocher, die drohten unseren hoppuS manchmal aus der Bahn zu werfen.

Zum Glück hatten wir für dieses Problem schon eine Lösungsidee. Und zwar ein Kompasssensor zur besseren Orientierung. Zwar hatten wir keinen dabei, aber es gab viele liebe hilfreiche Teams. Nach einem misslungenem Versuch mit einem Lego-Sensor den wir uns von einem Junior-Team geliehen haben hat es dann schließlich mit einem PWM-Kompassensor den uns ein Team aus der humanoid league geschenkt hat geklappt und hoppuS hat sich super orientieren können, selbst in der ‘Red Zone’.

Spät abends sind wir wieder zurück zum Hotel gefahren und sind sofort hundemüde ins Bett gefallen.

Samstag dann, war endlich das große Finale. 4 Läufe, der Beste entscheidet. An diesem Tag haben wir wohl am konzentriertesten und am härtesten gearbeitet, was auch notwendig war, da wir nach jedem Lauf viel anpassen mussten und die Zeit zwischen den Läufen knapp bemessen war. Aber dieser Aufwand hat sich gelohnt. Mit dem japanischen Team Eergency! holten wir den 1. Platz im Finale. Sofort wurden Anrufe nach Deutschland getätigt und Eltern und Freunde benachrichtigt.

Abends war dann die offizielle Siegerehrung. Insgesamt war das eine runde Veranstaltung. Zwar sollte eigentlich immer nur einer vom Team auf die Bühne, und die Tische waren für die einzelnen Teams aufgestellt,aber wir haben uns das ganz einfach alles nach unserer Nase hergerichtet. Wir haben die Tische mit den anderen deutschen Teams zusammengeschoben und sind zusammen auf die Bühne gegangen.

Nach einem traurigen Abschied von den anderen Teams und langen mehr oder weniger tiefgründigen Gesprächen sind wir wieder zurück ins Hotel und haben unsere Abreise nach Shanghai am nächsten Tag geplant.

Der nächste Morgen war etwas stressig aber voller großer Erwartungen. Shanghai, das sieht man vielleicht nur einmal im Leben!!

Also haben wir ausgecheckt und sind am Bahnhof in ein Taxi eingestiegen, da es Zugkarten für Ausländer nicht zu geben scheint….

Nach 2 Stunden spannender Fahrt waren wir in unserem schicken Hotel angekommen und haben erstmal die Füße hochgelegt. Dann haben wir uns noch kurz die Umgebung und ein wenig die Stadt angesehen, und sind schließlich ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag, dem Montag, war unser letzter Tag in China und nach einem ausgedehnten Frühstück und einer Flasche Sekt im Hotel sind wir zu einer vom Hotel angebotenen Stadtrundfahrt aufgebrochen. Diese entführte uns in alte Tempel, Gärten, Museen und in eine der größten Büchereien Chinas. Nach dieser erschlagenden und beeindruckenden Erfahrung sind wir vom Hotel auch noch zum Essen eingeladen worden, als diese erfahren haben, dass wir Weltmeister sind.

Den letzten Abend haben wir dann zusammen damit verbracht Spiele zu spielen.

Dienstag morgens sind wir dann nach dem Frühstück mit dem Shuttle-Service zum Flughafen gefahren. 13 Stunden Flug, Müdigkeit und ein lieber Empfang mit Blumen und Banner in Hamburg.

Endlich zuhause und um eine große und tolle Erfahrung reicher!

An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal bei unseren Sponsoren bedanken, ohne deren Hilfe dies alles nicht möglich gewesen wäre:


Über Uns

Das Team Hoppus ist eine Gruppe von Schülern aus Bremen, die sich für die Konstruktion und die Programmierung von Robotern interessieren. Aus diesem Grund nehmen wir dieses Jahr das dritte Mal am RoboCup Junior Wettbewerb teil. Dort muß unser selbstgebauter Roboter Hoppus eigenständig durch einen Parkour manövrieren und dabei geschickt Hindernissen ausweichen, verletzte Männchen finden und eine Rampe hinauffahren können. Diese Disziplin nennt sich Rescue. Letztes Jahr auf der RoboCup WM in China konnten wir den Weltmeistertitel holen, den wir dieses Jahr verteidigen wollen. Auf dieser Webseite stellen wir Ihnen unser Team und unsere Arbeit vor.

Sponsoren

Wir danken unseren Sponsoren für ihre Unterstützung:

Familie Kulle
Familie Petersen
Wirtschaftsförderung Bremen
Fun Factory
IT Synergy
planet cyborg
sit
Sparkasse Bremen
tzi